5 Buchmesse-Tipps für Introvertierte – am Beispiel der Leipziger Buchmesse 2026
In diesem Jahr habe ich die Leipziger Buchmesse einfach nur so als Gast besucht. Den Freitag habe ich mir komplett Zeit für Verabredungen genommen. Aber wie das, wenn man doch eher zurückhaltend und introviert ist? Ich verrate euch hier ein paar Buchmesse-Tipps für Introvertierte, die für mich gut funktionieren.
Viele Buchmenschen, Leser*innen wie Autor*innen, kriegen im Lärm der großen Buchmessen eine Krise. Und nein, sie wollen auch nicht angesprochen werden. Die vielen Eindrücke erschlagen sie. Es ist zu laut, zu voll, zu stickig, zu stressig. Das kann ich absolut verstehen. Trotzdem habe ich eine ganz gute Taktik gefunden, um Buchmessen trotzdem zu genießen:
1. Die Grundausrüstung muss stimmen
Hilfreich ist es für mich, gut vorbereitet zu sein (mit Essen, Trinken, Deo, Rucksack für abgeworfene Klamotten, damit es nicht zu heiß wird, angenehmen Schuhen etc.). Außerdem möchte ich vorab meinen Reiseweg gut geplant haben und genau wissen, wann ich welchen Zug nehme.
2. Wissen, was man sehen will
Die Buchmessen in Leipzig und Frankfurt sind so groß, da kannst du nicht alles sehen. Versuchst du es, endet das nur mit Frust. Überlege dir vorab eine überschaubare Hitliste an Ständen oder Lesungen, die du unbedingt sehen möchtest. Und vielleicht zusätzlich eine B-Liste, solltest du die Favoriten wider Erwarten schneller besucht haben, als gedacht. Diese Liste kannst du auch so sortieren, dass du die verschiedenen Hallen nacheinander abarbeitest, um dir Wege samt Stress und Gedränge zu sparen.
Ich hatte mir zum Beispiel vorgenommen, den Messestand von Kul-ja! zu besuchen und kurz Hallo zu sagen. Hat geklappt!

3. Verabredungen vorab planen
Jemanden spontan ansprechen, fällt mir schwer. Wer weiß schon, ob es derjenigen gerade passt und ob sie überhaupt Lust hat, mit mir zu reden? Deshalb bin ich dazu übergegangen, schon vorab per Instagram kleine Treffen abzustimmen. Nicht immer mit Uhrzeit, aber wenigstens mit Ankündigung, sodass ich weiß, die andere Person ist an einem Treffen interessiert. Ein paar wenige Treffen reichen völlig, alles andere wird zu hektisch.
Das hat auf der Leipziger Buchmesse 2026 wunderbar geklappt. Ich habe mich beispielsweise zum ersten Mal mit Sophie vom Blog Bibliosophie getroffen, mit der ich seit Jahren schon online Kontakt habe. Das war so schön – wir konnten nahtlos an unsere E-Mail- und Social Media-Gespräche anknüpfen, eben genau, als würden wir uns schon jahrelang kennen. Was wir ja auch tun!

Außerdem habe ich mich auch mit der Autorin Cid Mattausch getroffen, die ich vorab auch nur von Instagram kannte. Wir haben uns per Instagram-Direktnachricht verabredet und einen Treffpunkt in der Glashalle gefunden. Cid Mattausch ist so krass freundlich und empfiehlt meine Dystopie RE-GENERATION am Ende ihrer Dystopie REGEN. Das Buch ist super spannend, ich lese es gerade, und die Autorin wollte ich unbedingt mal persönlich treffen.
4. Erkennbar sein
Vor zwei oder drei Jahren habe ich mir ein T-Shirt drucken lassen, auf dem mein Instagram-Logo und mein Autorenname stehen, das ich seither auf Buchmessen trage (die Fotos mit gelbem Shirt hier sind von Tag 2, vielleicht brauche ich noch ein zweites Messe-Shirt!). Denn es ist in vielerlei Hinsicht praktisch! Ich muss nicht lange überlegen, was ich anziehe … und ich werde tatsächlich erkannt und angesprochen. Damit entfällt das Hin und Her an Gedanken: Soll ich die Autorin ansprechen? Und ich muss auch nicht lange erklären, wer ich bin. Alternativ kannst du vorab auf Instagram verkünden, woran genau dich deine Internet-Bekanntschaften auf der Messe erkennen können.

Die Autorin, Künstlerin und Cover-Designerin Mary Cronos, die das Cover der Gesamtausgabe meiner Dystopie RE-GENERATION gestaltet hat, trägt beispielsweise immer ihren roten Drachen auf der Schulter – quasi unverkennbar!

5. Pausen machen
Trotz aller guter Planung läuft man an einem Messetag um die 10.000 Schritte und es gibt immer noch viele Eindrücke. Hier hilft nur, ausreichend Pausen zu machen – zum Beispiel auf den Freiflächen des Messegeländes. Nimm dir Ohrstöpsel mit, atme mal durch, lass dir genug Zeit.
Was hilft dir persönlich? Hast du weitere Buchmesse-Tipps für Introvertierte?

